Kurz zusammengefasst: Geben Sie bei KI-Programmen wie ChatGPT niemals Passwörter, Bank- oder Kreditkartendaten, Gesundheitsdaten, Ausweis- und Adressdaten oder Daten anderer Personen ein. Alles, was Sie eintippen, kann gespeichert und zum Training verwendet werden. Die wichtigste Regel lautet daher: Datensparsamkeit – nur so viel preisgeben wie nötig.
Künstliche Intelligenz ist nur so hilfreich, wie sie Daten bekommt – oft Ihre. Damit Sie KI trotzdem unbesorgt nutzen können, erklären wir, worauf es beim Datenschutz bei KI wirklich ankommt.
Was passiert mit meinen Daten bei KI?
Wenn Sie einer KI eine Frage stellen oder ein Dokument hochladen, geschieht im Hintergrund Folgendes:
- Ihre Eingabe wird an die Server des Anbieters gesendet – diese stehen oft im Ausland.
- Dort wird sie verarbeitet und die Antwort erzeugt.
- Viele Anbieter speichern Ihre Eingaben und nutzen sie, um die KI weiter zu trainieren.
Merksatz: Alles, was Sie eintippen, kann gespeichert werden. Behandeln Sie eine KI deshalb nicht wie ein Tagebuch.
Welche Daten sollte man KI niemals geben?
| Diese Daten besser nicht eingeben | Warum |
|---|---|
| Passwörter und PINs | Können bei Datenlecks missbraucht werden |
| Bankdaten und Kreditkarte | Direktes Betrugsrisiko |
| Gesundheitsdaten | Besonders sensibel und schützenswert |
| Ausweis- und Adressdaten | Ermöglichen Identitätsdiebstahl |
| Daten anderer Personen | Verletzt deren Privatsphäre |
Im Zweifel: weglassen. Sie können fast jede Frage stellen, ohne echte persönliche Daten zu nennen – nutzen Sie Platzhalter wie „meine Bank” oder „Frau M.”.

Ihre Rechte: Datenschutz und DSGVO
In Europa schützt Sie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Sie gibt Ihnen vier zentrale Rechte gegenüber jedem Anbieter:
- Auskunft: Welche Daten sind über mich gespeichert?
- Berichtigung: Falsche Angaben müssen korrigiert werden.
- Löschung: das „Recht auf Vergessenwerden”.
- Widerspruch: Sie dürfen der Datennutzung widersprechen.
Eine formlose E-Mail an den Anbieter genügt meist. Reagiert er nicht, können Sie sich kostenlos bei der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes beschweren.
Datenschutz-Einstellungen richtig setzen
Mit wenigen Handgriffen geben Sie deutlich weniger preis:
- Bei KI-Diensten (z. B. ChatGPT): Chatverlauf abschalten und die Option „Daten zum Training verwenden” deaktivieren.
- Am Smartphone: App-Berechtigungen prüfen – braucht die App wirklich Mikrofon, Kamera, Kontakte und Standort?
- Im Browser: Cookies ablehnen und den Verlauf gelegentlich löschen.
Datensparsamkeit: die wichtigste Gewohnheit
Datensparsamkeit bedeutet: nur so viele Daten preisgeben, wie wirklich nötig sind. Stellen Sie sich vor jeder Eingabe kurz die Frage: „Würde ich das auch einer fremden Person am Telefon sagen?” Wenn nein – dann lieber weglassen.
Häufige Fragen zum Datenschutz bei KI
Speichert ChatGPT meine Eingaben?
Ja, in der Regel werden Eingaben gespeichert und können zur Verbesserung der KI genutzt werden. In den Einstellungen lässt sich dies oft einschränken oder abschalten.
Welche Daten darf ich KI auf keinen Fall geben?
Passwörter, PINs, Bank- und Kreditkartendaten, Gesundheitsdaten, Ausweis- und Adressdaten sowie Daten anderer Personen.
Kann ich meine Daten bei einem KI-Anbieter löschen lassen?
Ja. Nach der DSGVO haben Sie ein Recht auf Löschung. Eine formlose Anfrage an den Anbieter genügt in der Regel.
Ist die Nutzung von KI mit Datenschutz vereinbar?
Ja, wenn Sie datensparsam vorgehen, keine sensiblen Daten eingeben und die Datenschutz-Einstellungen nutzen.